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PHPP


 

 

Passivhaus Projektierungs Paket (PHPP), aktuelle Fassung 2012

Noch vor wenigen Jahren musste für jede Projektierung von Passivhäusern ein detailliertes, instationäres Simulationsprogramm eingesetzt werden

Der heutige Wissensstand ist, dass für die meisten Fälle selbst bei Passivhäusern jahreszeitliche, stationäre Energiebilanzverfahren dann ausreichend genaue Ergebnisse liefern, wenn sie zuvor anhand von dynamischen Eichsimulationen validiert wurden. Deshalb ist es möglich, ein verhältnismäßig einfach handhabbares Projektierungspaket anzuwenden, das die Planung von Passivhäusern bei Standardgebäuden stark vereinfachen kann. Nach wie vor gibt es Fragestellungen, wie das sommerliche Temperaturverhalten oder der Einfluss der Gebäudemasse, die hinreichend genau nur mit einer instationären Gebäudesimulation behandelt werden können.

Seit Erscheinen der Auflage des PHPP im Jahr 2004 hat das Passivhaus stark zunehmendes Interesse gefunden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen zur Dringlichkeit des Klimaschutzes wird nun auch in der breiten Öffentlichkeit deutlich, dass eine dramatische Verbesserung der Energieeffizienz unumgänglich ist.

Passivhäuser sind keine Exoten mehr. Das Passivhaus beginnt im Wohnungsbau in Deutschland, Österreich und Norditalien nennenswerte Anteile am Neubauvolumen zu erobern. Auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes verbreitet sich der Gedanke, hohen Wohnkomfort zu wirtschaftlich interessanten Bedingungen zu bauen. Die Entwicklung des PHPP ist mittlerweile soweit, dass es bei jedem Klima und Standort funktioniert.

Auch die Planung von Nichtwohngebäuden orientiert sich immer häufiger am Passivhausstandard. Passivhaus-Bürogebäude und -Schulen entstehen bereits in größerer Zahl.

Das PHPP ist und bleibt von seiner Zielsetzung ein Planungshilfsmittel. Es gibt dem Architekten und Haustechnikplaner alle für die Projektierung eines funktionstüchtigen Passivhauses benötigten Instrumente an die Hand. Die bereits umgesetzten Beispiele zeigen, wie groß der Spielraum der Planer für Entwürfe ist, die an jedem Standort der Welt als nachhaltige Gebäude realisiert werden können - denn der gegenüber üblichen Neubauanforderungen um mindestens einen Faktor 4 verringerte Energiebedarf kann dauerhaft in einer nachhaltigen Energiewirtschaftsstruktur bereit gestellt werden.

 

 


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